Objekte, die uns Beschäftigen
Eine Auswahl
GROSSE BLEICHEN 34 Hamburg 2009

Nicht nur kleine Jungen und ihre Väter blieben mitten auf der Straße stehen. In einer spektakulären Aktion wurde die 160 Jahre alte Fassade eines Kaufmannshauses in Hamburgs Innenstadt abgebaut und abtransportiert.
Die insgesamt 86 Tonnen schwere Hauswand war zuvor waagerecht in drei Teile zerschnitten
und mit einem 250-Tonnen-Kran auf einen Tieflader gehoben worden. Warum? Es gab massive Proteste gegen den Abbruch des historischen Gebäudes. Obwohl Famos die Abrissgenehmigung
schon in der Tasche hatte, stellte sie sich der neuen Herausforderung, architektonisch einen Kompromiss aus alt und neu zu entwickeln und eine attraktive Immobilie entstehen zu lassen.
Nach den Entwürfen des Hamburger Architekten André Poitiers wird bis Ende 2009 ein Neubau
entstehen, der in drei Geschossen die historische Fassadenstruktur übernimmt und im oberen Bereich mit einem Glasaufbau modern interpretiert wird.
1.367 qm Einzelhandelsfläche,
1.785 qm Bürofläche mit Dachterrasse.
Fertigstellung Ende 2009
FACHMARKTCENTER Münster 2006

Eine Teichanlage mit wertvollen Koi-Karpfen. Ein Haifischbecken mit Schwarzspitzen-Riffhaien, ein Wüstenterrarium mit Bartagamen. Das ist das Ambiente des Erlebnis-Zoo-Fachgeschäftes in unserem Fachmarktcenter in Münster. 2006 haben wir das Traditionsunternehmen Kölle-Zoo aus Süddeutschland in den Norden locken können. Dazu kamen noch Ankermieter wie Media Markt, der Fahrrad-Megamarkt B.O.C. und Lidl.
Als Famos das Gelände 2003 übernahm, mussten bestehende Mieter vom Umzug überzeugt, Gebäude abgerissen und mit der Stadt über den Nutzungsplan verhandelt werden. Dieser sah vor, dort keine innenstadtrelevanten Sortimente anzubieten. Letztendlich konnten alle Beteiligten von der Tragfähigkeit des Konzeptes überzeugt werden. Für uns ist das ein weiterer Beleg, dass man mit frischen Ideen und unternehmerischem Durchhaltevermögen erfolgreich Fachmärkte entwickeln kann.
HÜHNERPOSTEN Hamburg 2004
Die schönste Bahnhofsgegend der Welt.
„Wie kann etwas so Großes und so Schönes einen so albernen Namen tragen?“ fragte ein Fernsehmoderator sich und sein Publikum nach der Eröffnung des Hamburger Hühnerpostens. Man erzählt sich, dass es hier damals ein Wirtshaus gab. Die Frauen aus der Deichgegend und von den Elbinseln ließen hier beim Tanz ihre bunten Röcke fliegen – daher der Name.
Im Jahr 2000 entschloss sich Famos, dieses Objekt aus seiner städtebaulichen Isolation zu holen. Der unter Denkmalschutz stehende Hühnerposten wurde umfassend kernsaniert und mit hohem Aufwand auf den aktuellen Stand der Gebäudetechnik gebracht.
Für die aufwendig revitalisierte Fassade erhielt Famos 2004 den Anerkennungspreis für die schönste Fassade.
Heute ist der Hühnerposten nicht nur Sitz der Zentralbibliothek, sondern auch ein gefragter Ort für Events. Die Struktur der Mieter ist so außergewöhnlich und interessant wie der Hühnerposten selbst.
1907 von Kaiser Wilhelm II. eröffnet,
2004 von Famos wieder eröffnet
25.000 qm
HILTON Köln 2001
Und der Gewinner ist …

Auch wenn es nicht ganz so spannend wie in Hollywood zugeht: Im Rahmen der Branchenkonferenz „hotelforum“ wird jährlich der Preis für „Die Hotelimmobilie“ verliehen. Der Titel bescheinigt dem Hotel ein gelungenes, erfolgreiches und zukunftsweisendes Konzept und, dass es sich in Bezug auf Architektur, Design, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit von seinen Mitbewerbern absetzt. Man nennt ihn auch den „Oscar der Hotels“. 2002 gewinnt das Hilton in Köln den Titel „Die Hotel-Immobilie des Jahres“.
Drei Jahre zuvor erwarb Famos das ehemalige Postscheckamt aus dem Jahr 1954. Die besondere Herausforderung war es, die Umnutzung unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes zu realisieren. So musste die charakteristische Fassade originalgetreu wieder hergestellt werden. Innen vermitteln Stahl, Glas und edle Hölzer kombiniert mit warmen Erdtönen ein modernes Design und extravagantes Ambiente.
SELGROSS Aachen 1964

WIR WAREN EINER DER ERSTEN.
Wenn Heiner Otten über den ersten Fachmarkt von Famos berichtet, ist es ein Stück Familiengeschichte. Ein Freund des Vaters reiste Anfang der 60er Jahre nach Amerika und wusste von Großmärkten zu berichten, in denen ausschließlich Gewerbetreibende die Möglichkeit hatten, in großen Mengen einzukaufen. Das brachte die Familie Otten auf die Idee, vor den Toren Aachens, auf 6.000 qm einen der ersten Selbstbedienungsgroßhandel – kurz Selgross – zu bauen. Der Industrie-Standardbau war eine damals übliche zweigeschossige Lagerhalle mit Oberlichtern und einem schwarzen Guss-Asphaltboden. Der angrenzende Anbau, kurze Zeit später errichtet, schaffte zusätzlichen Raum für die Verwaltung, die EDV-Abteilung und Kühlhäuser.
